Über uns

Über Trying Counts

Hi, ich bin Ali Asghar — der Gründer von Trying Counts.

Vor einigen Jahren bin ich nach Deutschland gekommen. Davor war ich fit, definiert, habe regelmäßig trainiert. Doch nach der Migration hat sich alles verändert. Der Stress, ein neues Leben aufzubauen — sich zurechtzufinden, eine neue Sprache zu lernen, all das zu bewältigen, was ein Neuanfang in einem fremden Land mit sich bringt — ließ keinen Platz fürs Training. Sport war nicht mal mehr ein Gedanke. Und mit der Zeit habe ich stark zugenommen.

Als ich endlich zurückkommen wollte, tappte ich in die Falle, die so viele von uns kennen: alles oder nichts. Eine Weile trainierte ich brutal hart, überforderte mich — und dann brach alles zusammen, ich konnte nichts durchhalten. Ich blieb nicht konstant. Und schlimmer noch: Ich verglich mich ständig mit anderen und vergaß dabei, dass ich meinen eigenen Weg habe, mein eigenes Tempo, meine eigene Geschichte.

Eine Zeit lang glaubte ich ehrlich, dass ich es nicht schaffe — dass ich mich in meinem eigenen Körper, meinem eigenen Kopf, meinem eigenen Leben nie wieder zu Hause fühlen könnte. Ich fühlte mich zurückgeblieben. Als würden die Hürden vor mir — ein neues Land, eine neue Sprache, die leise Angst, ein Fremder an einem unbekannten Ort zu sein — mich irgendwie weniger wert machen als die Menschen um mich herum.

Doch langsam wurde mir etwas klar: Fortschritt kommt in kleinen Schritten. Du brauchst keinen Marathon. Du brauchst 500 Meter. Dann einen Kilometer. Dann ein bisschen mehr. Der eigentliche Sieg war nie das Resultat — das Resultat ist nur ein Nebenprodukt. Der eigentliche Sieg ist die Identität: die Entscheidung, jemand zu sein, der auftaucht. Der sich bewegt. Der es weiter versucht, egal wie langsam, egal wie weit zurück er sich fühlt.

Und genau hier kommt etwas Wichtiges: Diese Marke selbst ist der Beweis für diese Idee. Trying Counts aufzubauen war mein eigener kleiner Schritt. Mit einer Migrationsgeschichte hinter mir, einer Sprache, die ich noch lerne, und all der Angst, die damit kommt, neu in einem fremden Land zu sein — habe ich es trotzdem riskiert. Ich habe trotzdem angefangen. Dieses Business ist mein eigener erster Pull-up, meine eigenen 500 Meter. Es existiert, weil ich entschieden habe, dass Versuchen zählt — auch für mich.

Deshalb soll Trying Counts mehr sein als Kleidung. Es soll ein Beispiel sein. Wenn du dich jemals benachteiligt gefühlt hast, zurückgeblieben oder einfach nicht genug im Vergleich zu allen anderen — wenn du deine eigene Geschichte von Kampf, Distanz oder Zweifel mit dir trägst — dann sollst du wissen: Auch deine kleinen Schritte zählen. Du kannst trotzdem anfangen. Du kannst dich trotzdem bewegen. Du gehörst trotzdem dazu.

Trying Counts ist nicht für Elite-Athleten oder perfekte Verwandlungen. Es ist für die Person, die neu anfängt, die aufgehört hat, die Angst hat, schon zu weit zurückzuliegen. Für alle, die einfach hören müssen, dass unperfektes Auftauchen trotzdem zählt.

Denn das tut es. Und du auch.

— Ali Asghar, Gründer von Trying Counts